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Rendsburg belebt Kontakt Zurück zur Startseite

Ideen und Konzepte für eine resiliente Stadtentwicklung

Stadtentwicklung lebt von neuen Ideen!

Diese sollen auf die aktuellen und zukünftigen Herausforderungen unserer Städte und Gemeinden ausgerichtet sein. Mit diesem Projektaufruf suchten die Partner der Nationalen Stadtentwicklungspolitik nach beispielhaften Projekten für eine innovative Stadt- und Quartiersentwicklung.

Im Rahmen des Projektaufrufs der Nationale Stadtentwicklungspolitik wurden Pilotprojekte, die mit neuen Lösungsansätzen zur Resilienzsteigerung und zur Stärkung von Stadt- und Quartiersstrukturen beitragen, gesucht. Fragestellung: Mit welchen innovativen Ideen und beispielgebenden Konzepten für eine resiliente Stadtentwicklung können Kommunen gestärkt aus der Covid-19-Krise hervorgehen? Bewerben konnten sich u. a. Kommunen, zivilgesellschaftliche Initiativen und Wohlfahrtsverbände.

Die Resonanz zum Projektaufruf war groß: 222 Kommunen, zivilgesellschaftliche Organisationen, Wohlfahrtsverbände oder Forschungseinrichtungen haben Bewerbungen eingereicht.

Für den Projektaufruf stehen rund 3,5 Mio. EUR Bundesmittel zur Verfügung. Es war vorgesehen in einer ersten Phase 10 – 15 Projekte auszuwählen. Diese Pilotprojekte werden bis zu drei Jahre in Form einer Zuwendung unterstützt.

Die Region Rendsburg GmbH hat am Projektaufruf „Post-Corona-Stadt“ teilgenommen.

Das eingereichte Konzept „Rendsburg belebt – das innovative Projekt zur resilienten Stadtentwicklung in Rendsburg“ wurde als herausragendes Pilotprojekt – und als einziges in Schleswig-Holstein - von einer Jury ausgewählt.

Hier erfahren Sie Alles rund um das Projekt "Rendsburg belebt":

Aktuelles aus dem Projektquartier

Die Kunden des Pfiffikus sind zu Recht neugierig, weshalb der Laden mit der Vikinger-Wippe vor dem Eingang geschlossen hat. Hintergrund ist, dass die Ladenfläche einer neuen Nutzung zugeführt wird. Statt Warenverkauf sieht man neuerdings durch die Schaufenster eine bunte Kleinkind-Spielecke, Regale mit Kinderbüchern, ein rotes Sofa, Tische und bunte Wände. Die ehemalige Umkleidekabine ist nun Kuschelecke, der Verkaufstresen wird zum Küchentresen.

Auf den ersten Blick könnte man an einen Stadtteil-Kindergarten denken, aber der ehemalige Laden bietet für jeden etwas, denn er soll Treffpunkt sein für Jung und Alt.

Die Region Rendsburg GmbH war schon lange auf der Suche nach geeigneten Räumen am Jungfernstieg, in denen Jugendliche sich zwanglos oder mit erwachsenen Ansprechpartnern begegnen können. Es sollte nicht das klassische „Jugendzentrum“ werden, sondern eine Art Kreativwerkstatt. Leider mangelte es an pädagogisch geschulten Ehrenamtlern, die für die Jugendlichen als Bezugsperson bereitgestanden hätten.

Jedoch ergab sich der Glücksfall, dass der neue Verein „Familienwerkstatt-Rendsburg“ gerade auf der Suche nach geeigneten Räumen war. Die Vereinsmitglieder wussten genau, was sie wollten und schon war der Laden in wenigen Tagen umdekoriert und möbliert.  

Hauptziel der Familienwerkstatt ist, dass Menschen sich begegnen, unabhängig von Alter oder Herkunft. Niemand braucht Vereinsmitglied zu werden. Der bisherige Pfiffikus ist nun ein Raum der Begegnung, aber auch Kreativwerkstatt, Jugendraum, Vorlese-Stube, Koch-Club, Medienstätte und vieles mehr.

Die Kinder erwarten Aktivitäten wie Horse-Riding mit Steckenpferd, verschiedene Bastelangebote, Straßen bunt bemalen mit Straßenkreide, Lernen wie Medien funktionieren. Es gibt eine Mädchengruppe ab 10 Jahren mit Angeboten für Mädchen in der Pubertät. Jugendliche haben die Möglichkeit zum Beispiel Ideen für eine Gestaltung der Innenstadt zu entwickeln und umzusetzen. Derzeit wirbt die Familienwerkstatt an den Schulen für Jugendliche, die eine Jugendgruppe bilden möchten.

Einmal im Monat wird ein Familienfrühstück angeboten, für das sich jede/r anmelden kann.

Birthe Gramann, die sich im Verein um die Organisation kümmert, sucht handwerklich oder künstlerisch versierte Personen, die sich ehrenamtlich engagieren, indem sie mit einer Gruppe von Jugendlichen oder Kindern etwas erarbeiten. „Wir sehen uns nicht in Konkurrenz zu anderen Einrichtungen, sondern als Ergänzung“ versichert Birthe Gramann. „Und wir sind dankbar den Laden zu haben. Das ist unser zu Hause für Ideen.“

Jörn Hoppmann von der Region Rendsburg freut sich, dass ein weiterer Baustein des Gesamtprojektes „Rendsburg belebt“ umgesetzt werden konnte. „Unser Fokus auf die junge Generation bei der Innenstadtbelebung ist in Zeiten der Pandemie und des Krieges in Europa besonders wichtig. Es gilt die Fehler der Vergangenheit für unsere Jugend zu korrigieren und auch bei der Entwicklung der Innenstädte den Weg in eine bessere Zukunft einzuschlagen.“

Das Team der Region Rendsburg plant zur Zeit ein neues Konzept für den Laden Pfiffikus, der im Juli 2022 in einen weiteren Leerstand in der Nienstadtstraße umziehen wird.

Das Warenangebot des Konzept-Stores "Pfiffikus" zeichnet sich durch Unikate und Selbstgemachtes (Handmade) aus. Der Themenschwerpunkt liegt dabei auf einem Angebot regionaler und nachhaltiger Produkte und Erzeugnisse wie z.B. Kunsthandwerk, Bio-Bekleidung, Geschenkartikel etc. Die Produkte machen neugierig, da sie nicht auf kommerziellen Internet-Plattformen zu kaufen sind. Dadurch wird die Attraktivität des innerstädtischen Einzelhandelsangebots erhöht.

Zusätzlich motiviert dieses Angebot ein Kundenklientel, das den Themen Klimaschutz und nachhaltigen Veränderungen in der Innenstadt gegenüber sehr aufgeschlossen ist.

Mit dem Projekt-Baustein Außeninstallationen wollen wir die Verweildauer im Projektquartier erhöhen und somit die Belebung von Plätzen aber auch des Einzelhandels sicherstellen. Dabei legen wir den Fokus auf folgende Punkte: Erhöhung der Aufenthaltsqualität durch bedarfsgerechte Möblierung wie Tische und Bänke Begrünung des Projektquartiers mittels Hochbeete sowie einfach zu installierende Spielgeräte für Kinder.

Alle Module werden unmittelbar im Projektquartier installiert und im gegenseitigen Nutzen zueinanderstehen. So sollen die Besucher des Projektquartiers eine attraktive Umgebung in erholsamer Atmosphäre vorfinden, die für jung und alt gleichermaßen abwechslungsreich ist und zudem einen Beitrag zur innerstädtischen Aufenthaltsqualität leistet.

 

Die kreative Suche von Flächen für Erholung und Spiel werden in ständig dichter werdenden Städten immer notwendiger. Urban Gardening heißt somit der weltweite Trend, der seinen Ursprung in den USA hat, denn schon in den 70er Jahren baute baute man in New York sein eigenes Obst und Gemüse mitten in der Stadt an. Auch im asiatischen Raum hat sich Urban Gardening in den letzten Jahrzehnten durchgesetzt, aber auch in Europa interessieren sich Menschen wieder für Herkunft, Anbau und Verarbeitung von Lebensmitteln. 

Im Rahmen des Projekts "Rendsburg belebt" werden wir 19 Hochbeete im Projektquartier aufstellen und über Patenschaften betreuen lassen.

 

In Mitten der Hohen Straße unterstützen wir den Inhaber des Strandladens, Marco Köhrsen in seinem ersten Jahr durch finanzielle Zuschüsse bei der Miete. In dem vorher leerstehenden Gebäude betreibt er neben dem Geschäft mit Fokus auf maritime Souvenirs und Bekleidungsartikel das Magazin KINNERS, welches Familien in der Region gewidmet ist.

Zusätzlich ist in dem Strandladen einer unserer Info-Punkte zu finden.

Die Kommunikation und das Zusammenbringen verschiedener soziokultureller Gruppen sind ein weiteres Handlungsfeld und ein wichtiges Anliegen bei unserem Projekt. Hierbei legen wir den Fokus auf ein eher kleinteiliges und auf das Quartier abgestimmtes Programm. Vorgesehen ist ein regelmäßiges Event-Programm in allen drei Projektjahren. Neben Info-Veranstaltungen und Workshops zu Themen wie „Unsere Stadt von Morgen“ und „Urban Gardening“ werden wir voraussichtlich im Frühjahr 2022 ein Quartiers-Event durchführen, auf dem sich Anwohner, Immobilieneigentümer und Gäste kennenlernen und austauschen können.

Um die Wohlfühlatmosphäre im Quartier zu erhöhen, wollen wir einen Bereich für spontane Konzerte mit akustischen Instrumenten oder Poetry-Slams etablieren. Bei diesem Vorhaben werden uns die Jugendlichen der Kreativwerkstatt unterstützen. Im Jahr 2023 werden wir eine große Abschlussveranstaltung organisieren, auf der alle Akteure zusammenkommen und möglichst viele externe Besucher zur Beteiligung und Weiterführung des Projekts über den Projektzeitraum hinaus, gewonnen werden sollen.

Klimaneutrale Warenlieferung mit E-Lastenrädern in Rendsburg

Gerade noch die Hochbeete am Jungfernstieg erfolgreich inszeniert, schon geht es bei der Region Rendsburg GmbH mit dem nächsten Projekt weiter. Im Rahmen des Förderprojekts „Rendsburg belebt“ sollen Unternehmen in Rendsburg und Umgebung kostenlos ausprobieren können, ob sie in Zukunft ihre Kunden vielleicht lieber klimaneutral beliefern wollen.  Dafür stehen ab Oktober vier neue E-Lastenräder zur Verfügung, die für einen Zeitraum von drei Monaten ausgeliehen werden können. Die Idee zielt darauf ab, erste Erfahrungen im Umgang mit E-Lastenrädern zu sammeln und nachhaltigen Wirtschaftsverkehr zu fördern. Die Lastenräder wurden über ein Mobilitätsprojekt der Entwicklungsagentur für den Lebens- und Wirtschaftsraum Rendsburg AöR angeschafft und werden über die Region Rendsburg GmbH kostenlos zur Verfügung gestellt.

Bei den Rädern handelt es sich um die Modelle Cargo Trike Wide CRUISER Steps und Cargo Trike Narrow CLASSIC Steps der Marke Bakfiets. Sie sind mit einem Akku, einem Ladegerät, einem Display, einer Holzkiste an der Vorderseite, einem Gepäckträger an der Hinterseite sowie einer Regenschutz Boxabdeckung ausgestattet und ermöglichen eine Gesamtnutzlast von 180kg, inklusive Fahrer:in.

Eine großartige Möglichkeit, um kostenlos einen nachhaltigeren Warentransport für das eigene Unternehmen zu testen. Das Angebot scheint gut anzukommen, denn schon die ersten Interessenten aus der Region haben sich bereits einen Leihzeitraum gesichert.

Wer sich solch ein Lastenrad ebenfalls gut für sein Unternehmen vorstellen kann und dieses für 3 Monate ausprobieren möchte oder noch ein paar Fragen zu dem Projekt hat, kann sich einfach bei der Region Rendsburg GmbH unter j.hoppmann@region-rd oder 04331-73 53 707 melden.